2004 war auch für die Spielbranche ein ereignisreiches Jahr. Neben zahlreichen Fortsetzungen gab es auch ein paar echte Neuerscheinungen - und den schon üblichen Aufreger des Jahres. Aber auch in der Branche selbst rumorte es ordentlich.
Ein Mörder-Spiel?
Im vergangenen Jahr setzen viele Titel neue Maßstäbe. Ein Titel überzeugte dabei weniger im Gameplay, als mit einem ziemlich kontrovers diskutierten Setting. "Manhunt" belebte die traditionsreiche Diskussion um Gewalt in Computerspielen neu und wurde sogar verdächtigt, Vorlage für einen
grausamen Mord in England gewesen zu sein.
Im Reich der Spielkonsolen wurde die Hardware preiswerter und die neuen Handhelds gingen weg wie warme Semmeln. Und dann war da noch die
Games Convention 2004, die sich mit einem Besucherrekord endgültig zur wichtigsten europäischen Spieelmesse mauserte. Und was geschieht 2005 – bleiben Fortsetzungen weiter im Trend? Welche Spiele werden die Messlatte wiederum höher setzen?
Top-Titel auf allen Plattformen
Egal ob für PC oder Konsole – fast in jedem Genre konnten 2004 gleich mehrere Titel auftrumpfen. Shooter-Fans sollten aber ganz besonders auf ihre Kosten gekommen sein. Am Anfang des Jahres erschien mit
"Far Cry" ein Spiel aus deutscher Entwicklung, dass in Sachen 3D-Optik wohl noch einige Zeit als Referenzprodukt gelten wird. Mit weiteren Veröffentlichungen wie "Painkiller", "Splinter Cell", "Hitman", "Battlefield Vietnam",
"Doom 3" und
"Half-Life 2" übertrumpften sich die Entwickler bis zum Jahresende gegenseitig. Trotz zahlreicher Releaseverschiebungen, des Quellcode-Klaus und der Probleme mit dem Online-Disributionssystem "Steam" dürfte "Half-Life 2"
das Highlight des Jahres bei den Ego-Shootern sein.
Aber auch Freunde von Strategie-Spielen kamen im vergangenen Jahr nicht zu kurz. Während sich "Herr der Ringe"-Fans an der "Schlacht um Mittelerde" erfreuten, waren alle anderen mit
"Die Siedler 5: Das Erbe der Könige" oder dem ebenso hervorragenden "Dawn of War" beschäftigt.