Dabei liegt auf der Hand, dass Congster vor allem auf Wechslerjagd gehen will. Kunden, die nach einem günstigeren Provider als T-Online suchen, sollen im eigenen Haus eine Alternative finden. Doch besteht Congster darauf, ein eigenständiges Unternehmen zu sein.
Wechsler im Visier
An der Ausrichtung lässt ein Sprecher des Unternehmens allerdings keinen Zweifel. "Wir wollen keine Anschlüsse vermarkten." Sondern reinen Access, ohne Schnickschnack, ohne viel Verwaltungsaufwand, ohne Wartezeiten. Keine Logistik für den Versand teurer Modems, keine Scherereien mit Anschlussschaltungen - der ideale Congster-Kunde hat schon T-DSL und will nur billig surfen.
Was ist ein Congster?
Congster will offensichtlich auch weg vom Beamten-Image der Mutter. Das Bemühen um einen anderen Ton ist deutlich zu spüren. Doch reichen ein paar Trendfarben und eine Schneeschönheit mit Snowboard dafür nicht aus. Zumal das offizielle "Sie" bei aller Jugendlichkeit noch etwas fremd wirkt. Hauptsache, der Name erinnert irgendwie an Napster. Mehr war zur Bedeutung von "Congster" auch nicht in Erfahrung zu bringen.
Aber nicht nur der Name weckt bei Filesharern Assoziationen: "Reicht für 700 MP3s" wirbt der Provider für seinen Einstiegstarif. Das findet die Musikindustrie bestimmt echt cool.
Volker Briegleb