Spieler hassen ihn: Den Onboard-Grafikchip. Diese Grafiklösung ist für PC-Spiele gänzlich ungeeignet und zwackt zudem einen Teil des Arbeitsspeichers ab. Nvidia zeigt jetzt bei seiner Einsteigerkarte
GeForce 6200 eine Technik, die für Konkurrenz im Preissegment der Onboard-Lösungen sorgen soll.
An Grafikspeicher gespart
Die neue Technik heißt TurboCache und ermöglicht günstige Grafikkarten, die ihren Grafikspeicher bei Bedarf durch Teile des Arbeitsspeichers erweitern. Der Vorteil gegenüber Onboard-Chips: Nur Teile des Arbeitsspeichers, die gerade frei zur Verfügung stehen, werden als Grafikspeicher genutzt. Dafür sorgt eine Speichermanagement-Unit auf der Grafikkarte. Der Speicherzugriff über PCI-Express soll trotz der Verwendung des Arbeitsspeichers eine hohe Speicherbandbreite gewährleisten und damit keine starken Performance-Einbußen verursachen.
Gutes Preis/Leistungsverhältnis
GeForce 6200 Grafikkarten mit TurboCache-Technik sollen mit einem eigenen Grafikspeicher von nur 16 Megabyte gefertigt werden. Trotzdem soll die 3D-Performance laut Nvidia deutlich höher sein als bei einer Radeon X300 mit 128 Megabyte Grafikspeicher. Die Radeon X300 ist ATIs Konkurrenzprodukt zur GeForce 6200. Voraussetzung für TurboCache ist allerdings ein Arbeitsspeicher von mindestens 512 Megabyte. "GeForce 6200-GPUs mit TurboCache setzen neue Maßstäbe in Punkto Preis/Leistungsverhältnis im Einsteigersegment" so Jeff Fisher, Executive Vice President Worldwide Sales bei NVIDIA.
Über 20 Grafikkartenhersteller haben bereits angekündigt, Karten mit GeForce 6200-Chips in Kombination mit TurboCache zu liefern. Bisher sind GeForce 6200-Karten mit 128 Megabyte-Speicher ab etwa 120 Euro zu haben. Erste Modelle mit TurboCache werden im Januar erwartet. Wie viel billiger die TurboCache-Karten sein werden, verriet Nvidia allerdings noch nicht.
Klaus Wiesen