Die "WirtschaftsWoche" wusste es vorher: Die neue Billigmarke von T-Online wird "Congster" heißen. Unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet das Blatt, die neue Marke werde derzeit in Norddeutschland getestet und solle im März 2005 zur CeBIT starten.
Oliv und Orange?
Weiter will die "WiWo" in Erfahrung gebracht haben, dass "Congster" auf das hauseigene Pink – 'tschuldigung, Magenta – verzichtet und stattdessen auf einen Unternehmensauftritt in Olivgrün und Orange setzt. Die Preise sollen nach dem WiWo-Bericht zwischen 15 und 60 Prozent unter den aktuellen DSL-Gebühren bei T-Online liegen.
Starttermin nicht fix
Bei T-Online sagt man dazu nicht allzu viel. Der Name stimmt, so ein Sprecher des Unternehmens. Allerdings frage er sich, woher die "WiWo" den Rest so genau wissen will. "Ein Starttermin steht noch nicht fest", heißt es offiziell. Auch sei die endgültige "Ausgestaltung des Produkts" noch nicht in trockenen Tüchern.
Mehr Sexyness
Für "Congster" ist eine eigene Tochterfirma in Darmstadt zuständig. Die GmbH soll die Erosion von Bestandskunden in Richtung der Billiganbieter bremsen und neue Zielgruppen erschließen. Darum auch der jugendliche Auftritt, der an emotional aufgeladene Marken wie "Napster" erinnern soll. Wer sich diesen Namen ausgedacht hat war nicht zu erfahren.
T-Online findet sich wohl selbst nicht mehr sexy genug. Offenbar haben interne Analysen ergeben, dass der Provider bei bestimmten Zielgruppen unterproportional vertreten ist und diese mehr für sich gewinnen möchte. Ob das jugendliche Hipster mit einer 24-7-Kazaa-Verbindung sind wollte T-Online allerdings nicht verraten.
Volker Briegleb