Wer viel mit dem Auto oder auch auf dem Fahrrad unterwegs ist und während der Fahrt auf das Handy nicht verzichten will, ist seit dem 1. April dieses Jahres gut beraten, eine Freisprecheinrichtung zu benutzen. Grund: Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen wurden deutlich verschärfte Strafen festgelegt.
Bis zu 40 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg können von der Polizei seit gut sieben Monaten als Erziehungsmaßnahme
verhängt werden. Viel Wirkung scheinen diese Straf-Androhungen aber nicht zu zeigen. Noch immer telefonieren viele Personen während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung und gefährden mit nur einer Hand am Steuer sich und andere Verkehrsteilnehmer.
Freisprecheinrichtung sicherer?
Doch helfen Freisprecheinrichtungen wirklich das Unfallrisiko zu mindern? Das gesindheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über eine Studie des staatlichen schwedischen Verkehrsforschungsinstituts VTI, die zu einem interessanten Ergebnis kam.
Um zu testen, ob eine Freisprecheinrichtung die Fahrsicherheit erhöht, wurden zahlreiche Testpersonen in einen Fahrsimulator gesetzt und die Reaktionsschnelligkeit getestet. Das Ergebnis: Die Aufmerksamkeit ist beim freien Sprechen ebenso stark gemindert wir beim Benutzen eines in der Hand gehaltenen Mobiltelefons. Generell vervierfachte sich das Unfallrisiko im Vergleich zu Personen, die komplett auf das Telefonieren verzichteten.
Rat der Schweden: Bei eingehenden Anrufen im Auto oder auf dem Fahrrad immer anhalten.
Hayo Lücke