Während Vodafone mit einer
UMTS-Offensive punkten will, geht T-Mobile ab sofort mit Push To Talk auf Kundenfang. Als erster deutscher Netzbetreiber bietet die Telekom-Tocher ab sofort den Dienst an, der Mobiltelefone zu
Walkie-Talkies werden lässt. Vorerst ist der Dienst nur T-Mobile-Kunden vorbehalten.
Hintergrund
Über die neue Art der Kommunikation, die in den USA schon sehr erfolgreich ist, können mit nur einem Tastendruck über eine GPRS-Verbindung bis zu zehn Empfänger gleichzeitig erreicht werden. Voraussetzung zur Nutzung ist ein entsprechendes Handy, wie zum Beispiel das
Nokia 5140. Die Kommunikation ist recht einfach: die Sprachnachrichten werden einfach per Tastendruck an eine oder mehrere Personen gleichzeitig geschickt. Im Push-To-Talk-Menü können hierzu spezielle Gruppen angelegt werden. Per Anzeige ist zu erkennen, welche Gruppenmitglieder zu erreichen sind. Wer "auf Empfang" steht, hört die Nachricht direkt über den Lautsprecher seines Handys.
Was kostet's?
Besonders praktisch: In einer bis Ende April dauernden Einführungsphase kann das Angebot kostenlos genutzt werden. Ab Mai wird der Versand der Sprachnachrichten in Form von Tages- oder Monatspauschalen abgerechnet. Im Inland kostet die Nutzung des Dienstes dann 1 Euro pro Tag oder 18 Euro im Monat – egal wie viele Nachrichten versendet werden. Auch aus dem Ausland ist die Nutzung von Push-To-Talk möglich. Hier wird ein Paketpreis in Höhe von 4 Euro für 100 Nachrichten verlangt. Eine Push-To-Talk-Nachricht kostet also 4 Cent. Der Empfang der Nachrichten ist grundsätzlich kostenlos.
Ab Anfang 2005 sollen neben dem 5140 von Nokia noch weitere PTT-Handys erhältlich sein.
Hayo Lücke