Knapp 60 Prozent der deutschen Internetnutzer beklagen Infomüll in
Suchmaschinen: 27 Prozent gaben dabei an, "sehr häufig" unter den
ersten angezeigten Treffern nur Links auf Seiten bekommen zu haben,
die nicht die gewünschte Information enthielten oder nur Hinweise auf
Internet-Auktionen und Verkaufsangebote lieferten.
Weitere 32 Prozent beklagten diesen so genannten Infomüll "ab und zu". Das ergab eine Internet-repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Betreiber der Suchmaschine Seekport.de unter 514 Usern ab
14 Jahren in Deutschland. Am meisten ärgern sich die Befragten
demnach über Dialer und ungewollte pornografische Inhalte (je 72
Prozent), gefolgt von menschenverachtenden Inhalten (65 Prozent) und
Verkaufshinweisen zu Auktionen (64 Prozent). 62 Prozent der Befragten
gaben außerdem jugendgefährdende Inhalte als größtes Ärgernis an. Und
mehr als jeder Zweite ärgert sich bei der Suche über Hinweise zu
Internetshops (56 Prozent).
Suche wird abgebrochen
Die schlechte Qualität der Suchergebnisse führte bislang dazu,
dass nahezu jeder Zweite (48 Prozent) "fast jedes Mal" oder
"gelegentlich" die Suche entnervt abgebrochen hat. Auf die Frage, bei
welchen Suchmaschinen ihnen der störende Infomüll bereits aufgefallen
sei, nannten 65 Prozent der deutschen Internet-Nutzer Google, jeder
vierte Befragte nannte Yahoo (24 Prozent). Bei der Nutzung der Suche
auf Web.de sind 13 Prozent der deutschen Internet-User bereits
Infomüll aufgefallen, bei der Lycos-Suche haben zwölf Prozent diese
Erfahrung gemacht.