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Der US-Softwarekonzern Microsoft hat seine seit langem erwartete Internet-Suchmaschine online gehen lassen. Dabei handelt es sich zunächst um eine vorläufige Version, die über die Adresse
beta.search.msn.de zu erreichen ist. Das Angebot geht in 26 Ländern in elf Sprachen an den Start.
Zunächst nur Beta-Lauf
Laut Microsoft soll der Suchdienst, mit dessen Entwicklung das Unternehmen vor 18 Monaten begann, bis Ende des Jahres vollständig verfügbar sein. Mit seinem Dienst will Microsoft vor allem dem bisherigen Marktführer Google Konkurrenz machen. Der Gesamtindex soll über fünf Milliarden Seiten umfassen und ständig erweitert werden.
Im Juni hatte das Unternehmen bereits eine erste Testversion der Suchmaschine vorgestellt, mit der Internetnutzer über Kritik und Anregungen zur Verbesserung beitragen sollten.
Die neue Suchmaschine will der Softwarehersteller laut Presseberichten in seinen Internet Explorer integrieren, der als Teil des Windows-Pakets verkauft wird. Windows ist weltweit auf rund 90 Prozent aller Rechner installiert. Nach Einschätzung von Analysten der New Yorker Agentur Standard and Poor's dürfte Microsoft mit seinem Projekt allerdings vor großen Hürden stehen, da sich die Nutzer bei der Internetsuche bereits sehr an Google und Yahoo gewöhnt hätten.
Interessanter Werbemarkt
Bisher nutzt der weltgrößte Softwarehersteller für seinen Suchdienst MSN die Dienste von Yahoo. Mit eigener Technologie kann Microsoft künftig die hierfür anfallenden Nutzungsgebühren einsparen. Zudem will der Konzern sich einen Teil des lukrativen Werbemarkts über Internetsuchmaschinen sichern. Microsoft hatte angekündigt, in das Projekt 100 Millionen Dollar (gut 77 Millionen Euro) zu investieren.