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Die amerikanische Filmindustrie hat sich auf die Pfade der Musikwirtschaft geschlagen und geht nun drastisch gegen das illegale Herunterladen von Filmen aus dem Internet vor. Wie die Presseagentur pte unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, sollen in einer ersten Welle etwa 230 Klagen eingereicht werden. Ziel der Klagen seien zumeist namentlich unbekannte Personen, deren Identität im Zuge der Klage anhand der IP-Adresse ausgeforscht werden soll.
Drohender Popularitätsverlust?
Die Grundlage der in den kommenden Wochen geplanten Klagen seien laut dem Zeitungsbericht Daten, die von den Hollywood-Studios im vergangenen Jahr gesammelt wurden. Dem Schritt seien monatelange Diskussionen vorausgegangen, ob derartige Aktionen tatsächlich notwendig sind und wie die möglichen Auswirkungen auf das Filmgeschäft sein könnten. Hollywood hat offensichtlich den massiven Popularitätsverlust der Musikindustrie vor Augen.
Die Filmindustrie ist zurzeit noch weniger von illegalem Film-Download betroffen als die Musikindustrie. Nur rund zwei Prozent der in File-Sharing-Netzwerken ausgetauschten Daten sind laut Marktforscher Big Champagne Spielfilme, während rund 60 Prozent der Daten Musik- oder andere Audio-Dateien sind. Allerdings steigt der Film-Download aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Breitband-Internet rasch an.