Sonntag, 31.10.2004 13:48

AMD PIC: Billigcomputer soll die Welt ins Netz bringen

aus den Bereichen Sonstiges, Computer
AMD hat Großes vor: Bis zum Jahr 2015 soll die Hälfte der Weltbevölkerung mit Hilfe des Prozessorherstellers in den Genuss eines Computers mit Internetanschluss kommen. Bisher haben nur etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. AMD spielt dabei allerdings nicht die Rolle des Wohltäters. Hinter dem Plan mit dem Namen 50x15-Programm steht vielmehr eine schlaue Geschäftsidee.

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Ein PIC für alle

AMD hat mit dem "Personal Internet Communicator" (PIC) einen Computer entwickelt, der sich nicht durch gute Performance, sondern durch niedrige Produktionskosten und ein robostutes Gehäuse auszeichnet. Der Billigcomputer ermöglicht die elementaren PC-Funktionen wie Surfen im Internet, Text- und Bildverarbeitung sowie E-Mail-Empfang. Dabei kommt AMDs Stromspar-Prozessor Geode zum Einsatz.

Die Rechenleistung des Geode reicht für die Aufgaben des PICs völlig aus. Die CPU erhitzt sich auch unter starker Auslastung nur gering, so dass der PIC völlig ohne Lüfter auskommt. Der Billig-PC ist sogar komplett versiegelt, das Auswechseln einzelner Hardwarekomponenten durch den Nutzer ist nicht möglich. Auch eine Installation von zusätzlicher Software ist nicht vorgesehen, PIC-Nutzer müssen mit der mitgelieferten Software auskommen, die bereits vorinstalliert ist.

Als günstiges Komplettpaket PIC.gif

Der PIC wird vorerst in Ländern vermarktet werden, in denen mit starkem Wachstum der Computerbranche gerechnet wird. So wird der Computer zuerst in Indien, Mexiko und der Karibik angboten. Später soll der PIC dann weltweit verkauft werden. Laut AMD wird der Preis 185 US-Dollar betragen, darin sind Tastatur, Maus und vorinstallierte Software enthalten. In Kombination mit Monitor soll der PIC 249 US-Dollar kosten.

Computer-Boom

AMD investiert mit der "50x15"-Strategie in einen Markt mit extremem Wachstumspotenzial. Bis zum Jahr 2015 soll die Weltbevölkerung auf geschätzte sieben Milliarden Menschen angewachsen sein, von denen ein Großteil in Entwicklungsländern leben wird. Der PIC ist auf den Computerbedarf der Entwicklungsländer durch seine geringe Fehleranfälligkeit und den niedrigen Preis perfekt zugeschnitten.
Klaus Wiesen
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