Athlon FX-55 heißt das neue Spitzenmodell von AMD. Die CPU schlägt in ersten Benchmarks Intels Pentium 4 Extreme Edition und schnappt sich die Benchmark-Krone der Desktop-CPUs. Ebenfalls erhältlich ist jetzt der Athlon 64 4000+.
Der neue Athlon FX taktet mit 2,6 Gigahertz und ist um 200 Megahertz schneller als der Vorgänger FX-53. Die Taktrate ist aber immer noch deutlich niedriger als die der Konkurrenz von Intel. Der L2-Cache des auf einem Sockel 939 thronenden FX ist 1024 Kilobyte groß. AMDs neuer Athlon 64 hat die gleiche Taktrate wie der Athlon 64 3800+, besitzt aber einen mit 1024 Kilobyte doppelt so großen L2-Cache. Der Athlon FX-55 kostet satte 827 Dollar, der 4000+ ist mit 729 Dollar auch nicht billig.
Preise der Mobilprozessoren gesenkt
Gleichzeitig mit der Einführung der neuen Topmodelle hat AMD die Preise für Notebook CPUs gesenkt. Damit reagiert AMD auf die
Preisänderung von Intels Centrino-Prozessoren.
Am deutlichsten fiel die Preisreduktion bei den Mobile Athlon 64 3400+ Versionen aus: Der Preis der 81-Watt-Variante (228 Dollar) wurde um 45 Prozent gesenkt, der 62-Watt-Chip ist nun 44 Prozent billiger (243 Dollar).
Intel muss sich angesichts der schnellen AMD-Konkurrenz warm anziehen. Der Pentium 4 mit einer Taktrate von vier Gigahertz wurde erste kürzlich
abgeschrieben, und eine neue Prozessor-Technik ist erst für 2005 geplant. Immerhin hat Intel aber im Notebook-Segment noch die Nase vorn. Der Pentium M verkauft sich bestens und ist mit der Kombination aus Intels Chipsatz und WLAN den etwas unausgereiften Mobilprozessoren von AMD überlegen.
Klaus Wiesen