Betrügereien auf der weltweit größten virtuellen Auktionsplattform eBay können böse Folgen haben. Während das Amtsgericht Mainz gegen einen Betrüger eine empfindliche Gefängnisstrafe verhängte, ging der Polizei in Leverkusen ein weiterer Nepper ins Netz.
Das Amtsgericht in Mainz brummte einem unter Bewährung stehenden 33-jährigen eine Gefängnisstrafe von vier Jahren auf, weil er bei eBay mit Waren handelte, die er gar nicht besaß. Der Betrüger prellte mehrere Kunden und richtete einen Gesamtschaden von rund 16.000 Euro an. Er versteigerte unter anderem Digitalkameras und Notebooks, ohne diese an die Empfänger zu verschicken.
Erfolg für Polizei in Leverkusen
Ein Schaden von circa 25.000 Euro entstand durch einen weiteren Betrüger, der nun von der Polizei Leverkusen ermittelt wurde. Der Mann, der mit gefälschten Personalausweisen zwei Bankkonten eröffnet hatte und unter falschen Personalien in einer Wohnung in Leverkusen wohnte, lieferte zunächst gute und preiswerte Ware, um an viele positive Bewertungen zu kommen. Später bot er dann eine Vielzahl von hochwertigen Gegenständen wie Handys und Computerzubehör an, wobei dann bei erfolgter Überweisung keine Ware ausgeliefert wurde. Bisher liegen 70 Strafanzeigen vor, insgesamt dürfte es sich aber um über 100 Straftaten handeln, heißt es in einer Polizei-Mitteilung.
Ermittelt werden konnte der Mann, als er in Neuss ein drittes Konto eröffnen wollte. Im Zuge der weiteren ermittlungen wurde ein 64-jähriger in Krefeld festgenommen. Bei der Polizei machte er keine Angaben zu den Vorwürfen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er dem Haftrichter vorgeführt, der dann die Untersuchungshaft anordnete.
Hayo Lücke