Weitere Anbieter dürfen sich in Zukunft nicht mehr bei den Ortsvorwahlen bedienen: Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat heute gegenüber fünf namentlich nicht benannten Unternehmen, die den geographischen Bezug von Ortsnetzrufnummern nicht beachtet haben, verfügt, dass entsprechende Neuzuteilungen von Ortsnetzrufnummern zum 15. Oktober 2004 einzustellen sind.
Bereits nicht regelkonform zugeteilte Rufnummern sollen allerdings erst zum 1. August 2005 abgeschaltet werden, um den betroffenen Endkunden eine Frist für Übergangsmöglichkeiten zu gewähren, insbesondere wird die Zuteilung von bundesweit einheitlichen Rufnummern als Alternative bis dahin verfügbar sein. Von den Verfügungen sind sowohl Internet-Telefonieanbieter (Voice over IP) als auch klassische Festnetzanbieter betroffen.
Mit den Verfügungen will die RegTP sicherstellen, dass der Ortsnetzbezug von Ortsnetzrufnummern im Sinne eines chancengleichen und diskriminierungsfreien Wettbewerbs von allen Anbietern beachtet wird.
Die Verfügungen sollen garantieren, dass der Verbraucher den Ortsnetzrufnummern auch weiterhin grundsätzlich eine Information über die geographische Lokation des Angerufenen entnehmen kann. Zudem verhindern sie unnötige Knappheiten in einzelnen Ortsnetzen, weil Telefonieanbieter aus nur wenigen Ortsnetzbereichen Rufnummern für ihre bundesweiten Angebote nutzten.
Eine Mitteilung zum Thema "Nutzung von Rufnummern in den Ortsnetzbereichen", die genauere Details der Rechtsauffassung der Reg TP enthält, ist im Amtsblatt vom heutigen Tag veröffentlicht worden und auch auf der Internetseite der Reg TP www.regtp.de unter dem Stichwort "Nummernverwaltung" zu finden.
Bereits Ende August hat die Behörde dem VoIP-Anbieter sipgate einen
Strich durch die Rechnung gemacht.
Tobias Capangil