Immer höhere Digitalkamera-Auflösungen jenseits der Fünf-Megapixel-Klasse, Smartphones mit Videobrowser und andere Entwicklungen treiben den Bedarf an Speicherkapazitäten weiter voran. So arbeiten derzeit einige Hersteller an Compact Flash-Speicherkarten mit einer Kapazität von 16 Gigabyte, die in zwei Jahren bereits Serienreife erlangen sollen. Aber auch andere Speicher wie Memory-Sticks, Microdisks und SD-Karten sollen bis 2006 Speicherkapazitäten von bis zu acht Gigabyte erreichen.
Nicht ganz problemlos
Laut der Fachzeitschrift ComputerPartner wird diese Entwicklung dadurch möglich, dass die in Speicherkarten verwendeten Chips bei gleichzeitiger Verdoppelung ihrer Kapazität immer kleiner werden. Die Miniaturisierung der Speichermedien wiederum aber birge eine höhere Fehlerrate bei der Produktion mit sich. Ein weiteres Problem stellt zum Beispiel das so genannte Übersprechen, das heißt die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Speicherzellen in Halbleitern, dar.
Bei der Speicherentwicklung zeichnen sich zwei Tendenzen ab: Die einen Hersteller setzen zur Realisierung kleinerer Strukturen auf verbesserte Belichtungstechnik, wobei extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht eingesetzt wird, die anderen auf Technologien ganz ohne Halbleiter. Schwierig bleibt auch die Miniaturisierung der passiven Bauteile, wie etwa Drähte oder Widerstände. Einige Hersteller wie IBM versuchen, mit der "Millipede", einer Art Stanztechnik im Nanometerbereich, Fortschritte zu erreichen. Andere, so etwa NTT, setzen dagegen auf eine holographische Technologie.
Sinkende Preise
Erfreulich wird schließlich aber nicht nur die erhöhte Kapazität sein. Sondern absehbar sind auch die immer weiter sinkenden Preise für Speichermedien. Kostet etwa heute eine CF-Karte mit vier Gigabyte noch um die 1.000 Euro, sind die Preise für 512-Megabyte-Karten schon bei unter 120 Euro angelangt.
Hayo Lücke