Push to Talk, eine Technik, die in den USA bereits sehr erfolgreich ist, steht nun auch in Deutschland kurz vor dem Marktstart.
T-Mobile hat als erster der deutschen Mobilfunker verlauten lassen, noch in diesem Jahr mit der Walkie-Talkie-Funktion für Handys an den Start gehen zu wollen.
Künftig wird es mit einem Tastendruck am Handy möglich sein, nicht nur eine Person zu erreichen, sondern auf Wunsch gleich eine ganze Benutzergruppe. Die Anwendung ist relativ einfach: Am Handy wird die entsprechende Push to Talk-Taste gedrückt und anschließend wie bei einem Walkie Talkie in das Telefonmikro gesprochen. Wer von den Freunden "auf Empfang" ist, hört dann automatisch die Stimme des Anrufers. Wer Interesse an der neuen Technik hat, kann sie erstmals auf der Jugendmesse YOU 2004 in Berlin testen. Erstes Handy mit Push to Talk-Funktion im T-Mobile-Angebot soll das
Nokia 5140 sein.
Die Technik dahinter
Bei Push to Talk wird entweder eine ganze, vorher definierte Gruppe oder auch ein einzelner Gesprächspartner "angefunkt". Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt dabei komfortabel über das Telefonbuch des Handys. Die Gruppenmitglieder entscheiden, ob sie ihr Push to Talk Handy "auf Empfang" schalten oder nicht. Über eine Statusabfrage können sie erkennen, welches Gruppenmitglied gerade "online" ist. Ähnlich wie beim Walkie-Talkie kann bei Push to Talk immer nur ein Teilnehmer sprechen, während die anderen zuhören. Technische Basis für die Übertragung ist die GPRS-Technologie. Im Gegensatz zum herkömmlichen Walkie-Talkie mit begrenzter Reichweite funktioniert Push to Talk im gesamten T-Mobile-Netz sowie in den Netzen der GPRS-Roaming-Partner von T-Mobile und ist damit auch im Ausland verfügbar.
Einzelheiten zum Vermarktungsstart von Push to Talk und zu den Preisen sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Hayo Lücke