Es ist ruhiger geworden auf dem deutschen WLAN-Markt. Nach der fast nervösen Aufbruchstimmung noch vor einem Jahr beherrscht nun eher eine aufmerksame Arbeitsstimmung die Szene.
Unangefochtene Nummer eins
Seitdem die Deutsche Telekom sich aktiv dem Thema mit den kabellosen Highspeed-Internetzugängen verschrieben hat, ist klar, wer auf dem Markt das Sagen hat: Die T-Com hat in Deutschland innerhalb von neun Monaten knapp 3.500 Hotspots aus dem Boden gestampft. Und 9.000 Hotspots betreibt die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile inzwischen weltweit, rund 800 davon in Deutschland. "Für uns ist 'HotSpot' die konsequente Weiterentwicklung der Breitband-Story jenseits von UMTS", erläuterte Frank Dietrich, Leiter Operatives Technologiemanagement der T-Com, am Mittwoch auf der fünften Euroforum Jahrestagung zu WLAN in Düsseldorf die Strategie der Telekom
Festnetzsparte. Je nach Größe und Beschaffenheit steckt die Telekom
derzeit zwischen 1.000 und 50.000 Euro je Standort in den Aufbau des
derzeit größten WLAN-Netzes in Europa.
Schwer tun sich die WLAN-Provider nach wie vor mit dem Thema Roaming. Noch immer müssen sich die Kunden durch die Vielzahl der Anbieter an jedem Hotspot mit anderen Einwahlprozeduren, Tarifen und Abrechnungsvarianten herum ärgern. Die Telekom will aber in Kürze deutliche Zeichen in Sachen Roaming national wie international setzen. Eine Netzzusammenschaltung "alle-mit-allen" wurde aber ausdrücklich ausgeschlossen. T-Mobile will international demnach vorzugsweise mit nur einem Partner pro Land zusammenarbeiten. Und noch eine positive Meldung hatte T-Mobile auf Lager: noch in diesem Jahr soll sich etwas bewegen in Sachen WLAN im Zug.
WiMAX kommt
Schon jetzt steht aber der WLAN-Nachfolger in den Startlöchern. WiMAX ist das Zauberwort. Zu diesem Thema hat onlinekosten.de ein umfangreiches
Breitband-Special veröffentlicht. Zwar lässt WiMAX noch auf sich warten, schon jetzt kann man sich aber auf das drahtlose Breitband-Vergnügen der Zukunft freuen.
Hayo Lücke