Montag, den 27.09.2004 09:44

Offene WLAN-Netze ein Paradies für Hacker

aus dem Bereich Sonstiges
Eigentlich ist das Surfen über ein drahtloses WLAN-Netz ja eine feine Sache. Keine störenden Kabel, Internet auch im Garten oder auf dem Balkon im Liegestuhl… Doch viele Internetnutzer, die sich in die eigenen vier Wände einen WLAN-Router stellen, vergessen offensichtlich noch immer, wichtige Sicherheitseinstellungen vorzunehmen.

Der "Spiegel" berichtet auf den Rostocker Wissenschaftler Clemens Cap, dass fast 25 Prozent aller Nutzer von drahtlosen Computernetzen völlig ungeschützt vor Angriffen sind. "In fünf Sekunden kann man sich mit einem einfachen Laptop in so ein Netz einwählen", warnte der Professor für Informations- und Kommunikations-dienste an der Universität Rostock. Nicht nur das Schwarzsurfen ist möglich. Auch können über die WLAN-Netze theoretisch alle Dateien eingesehen werden, die auf den an das Netzwerk angeschlossenen Rechnern gelagert werden. Wer denkt, dass Unternehmen ihre WLAN-Netze deutlich besser schützen, irrt. Cap schätzt, dass auch 15 Prozent aller drahtlosen Unternehmens-Netzwerke offen wie ein Scheunentor an das Internet angeschlossen sind.

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WEP-Standard auch nicht sicher

Oft sei es die Bequemlichkeit der Computerbesitzer, die sie angreifbar mache. "Viele kaufen das Gerät im Laden, stecken es zu Hause in die Steckdose und probieren ein bisschen rum, bis es läuft." Mit der Absicherung beschäftigten sich viele dann nicht mehr. Für die Absicherung der Netze gibt es mehrere Programme.

Der gängigste Sicherheitsstandard WEP (wire equivalent privacy) schütze allerdings nicht lückenlos. "Die Idee ist, dass es die gleiche Sicherheit bietet wie ein Kupferkabel. Aber da haben die Ingenieure leider ein bisschen geschlampt." Mit einem Programm aus dem Internet könne sich ein erfahrener Computernutzer innerhalb von sieben bis neun Stunden Zugang zu den Daten verschaffen.
Hayo Lücke
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