<i><b>Das Update finden Sie auf Seite 2</i></b>
So schnell kann es gehen: Erst zur CeBIT gestartet, verabschiedet sich die deutsche Musikindustrie schon wieder von ihrer Online-Vertriebsplattform Phonoline. Dies geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor. Geplant sei, das Projekt in den wesentlichen erfolgreicheren Download-Dienst Musicload von T-Online zu integrieren. Eine konkrete Entscheidung könnte schon zur in der kommenden Woche stattfindenden Popkomm fallen.
Die Plattform, auf der Vertriebspartner ihre eigenen Musikläden aufbauen können, kämpft mit einer schwachen Kundenresonanz. In der jetzigen Form habe das Portal keine Zukunft, sagt BMG-Chef Maarten Steinkamp. Als ein Hauptproblem sehen Musikmanager die geringe Anzahl an Vertriebspartnern, die die Phonoline Plattform nutzen. Es fehle die kritische Masse, so Universal-Chef Briegmann.
Enttäuschende Downloadzahlen
Enttäuschend sind aber in erster Linie die schwachen Verkaufszahlen: Der aktuell wichtigste Vertriebspartner, der Münchener Konzertkarten-Vermarkter CTS Eventim, verkauft aktuell täglich bis zu 1.500 Titel. Eigentlich war mit einer zehnfachen Anzahl gerechnet worden. Zum Vergleich: Musicload von T-Online verkaufte im Monat August nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Titel.