Die Zeiten, in denen verpixelte 2D-Animation über den Handy-Bildschirm laufen, werden laut Nvidia schon Anfang 2005 vorbei sein. Dann nämlich sollen erste Mobiltelefone mit dem 3D-Chip GoForce 4500 erhältlich sein.
Klein-GeForce
Die GoForce-GPU hat zwar eine deutlich niedrigere Rechenleistung als Nvidias Grafikprozessoren für Desktop-PCs, allerdings bietet sie laut Nvidia ein Minimum an Leistungsaufnahme und schont somit den Handy-Akku. Ein paar Funktionen des großen Bruders Geforce unterstützt aber auch der GoForce 4500: Er besitzt programmierbare Shader, bi- und trilineare Textur-Filterung und Textur-Kompression. Die Entwicklung von Spielen und 3D-Anwendungen möchte Nvidia durch die Unterstützung der Schnittstellen Direct 3D Mobile, OpenGL-ES und M3G erleichtern.
Auch für die Handy-Knipser hat der GoForce 4500 etwas zu bieten: Das kodieren von Fotos ins JPEG Format wird vollständig übernommen und entlastet so den Handy-Prozessor. Zudem unterstützt der Chip die Videoformate MPEG4- und H.263-Codec.
Einsatz im Gizmondo
Nvidia plant, den GoForce 4500 vorerst in dem Gameboy-Ableger Gizmondo von Tiger Telematics einzusetzen, der Ende 2004 erscheinen soll. Anfang 2005 sollen erste GoForce-Handys folgen. Über den Erfolg des GoForce-Chips wird entscheiden, ob bis dahin entsprechende Software auf dem Markt ist. Zudem bleibt zu hoffen, dass die 3D-Handys nicht zu groß und schwer sein werden.
Klaus Wiesen
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