Aktuell ist WLAN, die Zukunft gehört WiMAX. Frei nach diesem Motto hat Intel auf seinem Developer Forum in San Francisco technische Details zu seinem neuen Chip für WiMAX-Produkte vorgestellt. Der Chip mit dem Codenamen "Rosedale" ermöglicht eine breitbandige drahtlose Internetverbindung über große Distanzen für Privathaushalte und Unternehmen. Einsatz findet der Chip in so genannten ortsfesten Basisstationen, auch CPEs (Customer Premise Equipment) genannt.
Mit Rosedale-Chips sollen nach Angaben von Intel in drahtlosen Netzwerken auch auf größere Entfernung mit DSL-Geschwindigkeit im Internet gesurft werden können. Der neue Chip sei das erste "System-on-a-Chip"-Modell, für kostengünstige WiMAX-Basisstationen, die ihren Platz in privaten Haushalten oder Unternehmen finden, um einen drahtlosen Breitband-Internetzugang herzustellen. Bereits heute werden an verschiedenen Stellen erste Tests mit Rosedale durchgeführt.
Ein Chip, viele Funktionen
WiMAX biete eine Möglichkeit, weit mehr Nutzer mit breitbandigem Internet zu versorgen. Beispielsweise DSL-Kunden, die zu weit von der nächsten Vermittlungsstation entfernt wohnen, könnten hiervon profitieren. Der Verbindungsaufbau soll über den Standard 802.16-2004 MAC (Medium Access Control) erfolgen, außerdem ist in dem Chip mit OFDM PHY (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) ein Codierungsverfahren zur schnellen Datenübertragung integriert. Auch eine TDM Controller Schnittstelle, die Anwendungen, wie die Internet-Übertragung von Daten und Sprache ermöglicht, ist mit an Bord.
Bereits für das Jahr 2005 werden erste Produkte mit den neuen WiMAX-Chips erwartet.
Hayo Lücke