Während die Musikdownloadportale im Internet wie Pilze aus dem Boden sprießen und Angebote wie iTunes oder musicload.de durchaus erfolgreich am Markt operieren, tun sich die Mobilfunkanbieter mit ihren Angeboten, Musikdownloads für Handys anzubieten, bisher eher schwer. Schlimmer noch: die Aussichten von Analysten sind alles andere als vielversprechend.
Gute Aussichten erst ab 2008
"In den nächsten zwei Jahren wird mit dem Herunterladen von Musik auf das Handy kaum etwas verdient. Erst 2008 dürfte dieser Markt langsam abheben", sagte ein Ovum-Analyst gegenüber der Financial Times Deutschland. Dann erwartet er in Westeuropa ein maximales Umsatzvolumen bei Diensten mit Songs für das Handy von 350 Millionen Euro.
Die Mobilfunker dürfte ein solcher Ausblick kaum zufrieden stellen. In Zeiten, in denen sie neue Umsätze mit Datendiensten zu erzielen versuchen, um die teuren UMTS-Lizenzen wieder refinanzieren zu können, sollte der Umsatz mit Musikdownloads eigentlich schneller gesteigert werden. Mögen die Download-Dienste für das Handy noch so schleppend anlaufen, mit einem Start dürfen die Mobilfunkanbieter auf keinen Fall zögern. Eine schnelle Etablierung auf dem Markt sei dringend notwendig, so ein Analyst der Yankee-Group. Würden sie in der jetzigen Phase nicht auf dem Markt einsteigen, wären sie schnell aus dem Rennen.
Technische Probleme
Problematisch sich aber auch die Schwierigkeiten mit der Technik. Aktuell bieten Handys unter anderem viel zu wenig Speicherplatz. Für Nutzer ist es nahezu unmöglich eine zufrieden stellende Sammlung an Musikdateien auf dem Handy abzuspeichern. Schwierig sind auch die vergleichsweise geringen Akkulaufzeiten zu betrachten. Hier gilt es für die Industrie die Hebel anzusetzen.
Hayo Lücke