Unsere Zukunft sind elektronische Heinzelmännchen. Sie öffnen Besuchern die Tür und warnen vor Einbrechern. Ist beim Fernsehen das Licht zu hell, lassen sie ungefragt die Jalousien runter. Und wenn die Oma versehentlich Valium statt Blutdruckmittel aus dem Medikamentenschrank nimmt, holt der sofort ihren Zivi aus dem Bett. Was klingt wie Szenen aus einem Science-Fiction-Film, ist auf der Messe e/home 2004, die von morgen bis Freitag auf dem Berliner Messegelände stattfindet, bereits Realität. Möglich wird dies durch die so genannte Heimvernetzung.
Heimvernetzung ist ein Knotenpunkt für viele Branchen: Immerhin sollen alle elektronischen und digitalen Funktionen und Geräte eines Hauses miteinander verknüpft werden und so zentral per Fernbedienung, Computer, Handy oder sogar biometrische Verfahren und verbale Befehle steuerbar sein.
Handy als Allzweckwaffe
Für den Verbraucher bedeutet das Zeitersparnis, Komfort und Sicherheit: Die Heizung schaltet er mit dem Handy ein - eine halbe Stunde, bevor er überhaupt das Haus betritt. Eine digitaler Housesitter schaltet Licht und Heizung beim Verlassen des Hauses automatisch aus und warnt bei Abwesenheit vor Feuer oder Einbrechern. Stehen Bekannte vor verschlossener Tür, können sie via Kamera mit den Besitzern kommunizieren, die sie mit dem Handy ins Haus lassen.
Dabei soll die Telematik künftig auch eine wichtige Rolle bei der Betreuung kranker und hilfsbedürftiger Menschen spielen. Risikopatienten werden zu Hause von Geräten überwacht, die im Notfall den Betreuer anpiepsen. Bewegungsmelder sollen Alarm schlagen, wenn der Pflegebedürftige sich nicht mehr rührt.