Montag, 30.08.2004 15:17

Abzockversuch mit Mahnungen per Mail<br>(Update: Alles nur ein dummer Fehler?)

aus dem Bereich Sonstiges

<b>Das Update finden Sie auf Seite 2</b>

Falsche Mahnungen flattern seit heute Vormittag massenhaft in deutsche Mailboxen. Darin fordert ein sich nicht näher vorstellendes Unternehmen zur Überweisung von 29,99 Euro auf ein Konto bei der Postbank Nürnberg auf. Diese "letzte Mahnung" ist ein neuer und nicht besonders geistreicher Versuch, ein paar Euro abzuzocken.

Die holprig formulierte E-Mail ging mit der gleichen "Rechnungsnummer" an zahlreiche Adressaten. Der oder die mutmaßlichen Abzocker versuchen ihrer Forderung mit der Androhung eines "gerichtlichen Mahnverfahrens" Nachdruck zu verleihen. Die kurze Zahlungsfrist bis zum 31. August soll die Empfänger wohl zur überhasteten Überweisung ohne Prüfung der Sachlage verleiten. Die meisten Empfänger dürften die Mahnung allerdings ignoriert und bereits gelöscht haben – wozu wir allen anderen ebenfalls raten.

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Ermittlungen laufen

Die Postbank bestätigte, dass es sich bei der angegebenen Bankverbindung um ein authentisches Konto handelt. Ob das Konto auch auf den als Empfänger angegebenen Patrick H. geführt wurde wollte der Sprecher des Kreditinstituts nicht bestätigen. Er wies aber darauf hin, dass das Konto inzwischen gesperrt sei und rät allen Betroffenen, der Mahnung keine Beachtung zu schenken. Eventuell gezahlte Beträge würden natürlich zurück überwiesen.

Die Spuren zu den Drahtziehern führen nach Bayreuth. Dort hat die zuständige Kriminalpolizei mit den Ermittlungen begonnen. Bei der Kripo sollen zahlreiche Anzeigen eingegangen sein. Ein Sprecher der Dienststelle bestätigte gegenüber onlinekosten.de, dass entsprechende Ermittlungen laufen. Allerdings müssten sich die Beamten erst einmal einen Überblick verschaffen, mit ersten Informationen sei am Montag zu rechnen.
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