Montag, 23.08.2004 14:51

Vodafone schiebt Arcor noch nicht aufs Abstellgleis

aus dem Bereich Sonstiges
Der britische Mobilfunker Vodafone will länger als ursprünglich geplant an seiner deutschen Festnetzsparte Arcor festhalten. Die Financial Times Deutschland berichtet unter Berufung auf die Tageszeitung "The Times", dass sich der ursprünglich für Herbst angepeilte Verkauf mindestens bis Ende 2004 hinziehen werde. Vodafone hatte bereits mit den Vorbereitungen für die Veräußerung von Arcor begonnen.

Aktuell ist Arcor nach der Deutschen Telekom der zweitgrößte Anbieter für Festnetz-Telefonie in Deutschland. Vodafone hatte Arcor bei der Übernahme des Mannesmann-Konzerns miterworben. Während Mannesmann seinerzeit auf eine Kombination aus Mobilfunk und Festnetz setzte, glaubt man bei Vodafone, dass der Mobilfunk das Festnetz nach und nach ablösen wird.

Anzeige
Mehr Geld? Nein danke!

Warum genau der Verkauf vorerst verschoben wurde, ist nicht eindeutig erwiesen, es wird aber vermutet, dass Vodafone aktuell nicht den erhofften Verkaufserlös erzielen kann. Während die Briten sich 1 Milliarde Euro durch den Verkauf von Arcor erhoffen, hatten Finanzinvestoren jüngst erwartet, die Festnetzsparte für gut die Hälfte erstehen zu können. Außerdem sei Vodafone zu der Erkenntnis gekommen, dass der Konzern vorerst keine zusätzlichen Finanzmittel benötige. Der Schuldenstand sei auf einen historischen Tiefstand von 8,5 Milliarden Pfund gesunken.

Positiv wirke sich aktuell aber auch aus, dass die Gewinne bei Arcor derzeit steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 14 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, heißt es.
Hayo Lücke
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs