Durchdacht und flexibel: web.de startet in den VoIP-Markt und macht freenet, 1&1 und den Internet-Telefonie-Pionieren, wie sipgate, ordentlich Konkurrenz. Keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz, mit jedem DSL-Zugang nutzbar, Festnetz-Rufnummer inklusive, - web.de FreePhone ist ein komfortables VoIP-Angebot! Nur die Tarife liegen leicht über dem Durchschnitt der Konkurrenz.
Für jeden Breitbandanschluss
Einzige Voraussetzung für die Nutzung von FreePhone ist ein kostenloser Account bei web.de, der zum Beispiel auch für E-Mail genutzt werden kann. Es werden auch keine Einrichtungs- oder Grundgebühren in Rechnung gestellt. Die Minutenpreise liegen bei 1,49 Cent ins Festnetz und 22,9 Cent ins Mobilfunknetz und sind damit etwas teurer als bei 1&1 oder freenet. Ins Ausland verbindet FreePhone ab 4,8 Cent pro Minute. Bezahlt wird mit WEB.Cent, mit denen auch andere kostenpflichtige Dienste von web.de genutzt werden können.
Festnetzrufnummer mit 02222-Vorwahl
FreePhone bietet Rufnummern, die eingehende Anrufe aus dem Festnetz ermöglichen. Diese Nummern sind jedoch auf die 02222 (Bornheim im Rheinland) beschränkt. Die Konkurrenz wartet dagegen mit Einwahl-Rufnummern der größten Städte auf. Bei 1&1 kann sogar die gewohnte Rufnummer für den IP-Anruf verwendet werden.
Auf einen Festnetzanschluss kann man mit IP-Telefonie von web.de dafür prinzipiell verzichten. Der Service läuft mit jedem Breitbandanschluss und benötigt einen PC mit Soundkarte. Alternativ bietet web.de die FRITZ!Box Fon als Adapter für herkömmliche analoge Telefonapparate oder ein IP-Telefon zum Anschluss an einen Router. Dann ist Telefonieren auch ohne laufenden PC möglich. Beide Hardware-Produkte kosten 99 Euro.
Die kostenlose Telefon-Software von Ahead ("Nero") für PC oder Apple überzeugt durch automatische Netzwerkerkennung und –Anpassung. Adressen und Telefonnummern können vom web.de-Account übertragen werden und dorthin aus z.B. Outlook exportiert werden. Ein erster Test von onlinekosten.de zeigte eine erstaunlich gute Verbindungsqualität. Der Angerufene verzeichnete zwar ein leichtes Knacken in der Leitung, eine klare Kommunikation war aber ohne Einschränkungen möglich.
Steffen Moritz