Die deutsche Netzwelt ist in heller Aufregung: Snakecity, der Robin Hood unter den Portalen, ist durch ein "Gaunerstück vom Feinsten" seiner Domain beraubt worden. Das behaupten zumindest die anonymen Betreiber des Verbraucherportals. Was also ist da los?
Der Teufel ist los. Nicht nur im Forum von Snakecity überschlagen sich die Ereignisse. Wilde Spekulationen, Unterstellungen und angebliche Enthüllungen machen die Runde. Die Gerüchteküche brodelt heftig. Zeit für ein paar Fakten: Die Domain "snakecity.de" ist seit dem 16. August auf den Rechstanwalt Andreas Opitz aus Alfeld registriert. Pikanterweise gehören die im Snakecity-Forum vehement angegangenen Firmen NorskIT und BUG Computer Components AG (letztere hatte auch versucht, unliebsame Beiträge im Forum von onlinekosten.de löschen zu lassen) zu Opitz' Mandanten. Ein dreister Domainraub also?
Domain regulär registriert
Nicht ganz. Sabine Dolderer, Mitglied des DeNIC-Vorstands, bringt etwas Licht ins Dunkel. Die Domain sei von dem betreuenden DeNIC-Mitglied, dem Webhoster des Verbraucherportals, gelöscht und drei Stunden später von Opitz regulär registriert worden. Grund der Löschung: Die von den Snakecity-Betreibern bei der DeNIC angegebenen Kontaktdaten hatten sich als falsch erwiesen - ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien.
Auch der Webhoster des Verbraucherforums bestätigte gegenüber onlinekosten.de, die Löschung der Domain veranlasst zu haben. Die bytecamp GmbH habe sich erst nach mehreren Versuchen, die Betreiber des Forums zur Angabe korrekter Registrierungsdaten zu bewegen, zu diesem Schritt entschlossen.
Falsche Angaben
Zwischenzeitlich habe Snakecity zwar neue Kontaktdaten eintragen lassen, doch hätten sich auch der angebliche neue Inhaber und der administrative Ansprechpartner, eine "Treuhandgesellschaft Halle", als fiktiv herausgestellt. Als der Kontakt zu Snakecity dann trotz Fristsetzung abbrach, sah die bytecamp GmbH keine andere Möglichkeit als die fristlose Kündigung und Löschung der Domain.