Handynutzer aufgepasst: in den USA ist erstmals ein Gemisch aus Dialer und Trojanischem Pferd für Mobiltelefone aufgetaucht. Verbreitet wird der Schädling über eine verseuchte Version des Handy-Spieles "Mosquito". Bei dem auch in Deutschland beliebten Spiel wird das Bild der Handykamera auf das Display übertragen und zusätzlich schwirren zahlreiche kleine Mücken durch die virtuelle Realität. Vorbild scheint hier das bekannte Moorhuhn gewesen zu sein.
Wie Symbian berichtet, sind von dem Dialer Mobiltelefone betroffen, die mit dem Betriebssystem Symbian Series 60 arbeiten. Bisher sind schadhafte Programme nur bei gesicherten Untersuchungen verwendet worden, nun treibt erstmals ein öffentlicher Schädling sein Unwesen. Ersten Erkenntnissen zufolge findet der Dialer über Tauschbörsen und verschiedene Warez-Internetseiten den Weg auf die Handys.
Premium-SMS verschickt ohne Wissen der Handynutzer
Dem Bericht zufolge baut der Dialer eine Verbindung zu einer teuren Service-Rufnummer auf und verschickt an diese eine SMS - ohne dass der Nutzer des Telefons etwas hiervon mitbekommt. Das Betriebssystem des Handys registriert hierbei nicht, dass der Verbindungsaufbau nicht über das Tastenfeld des Handys geschieht. Insgesamt sind in dem Dialer vier Kurzwahl-Rufnummern hinterlegt, an welche die SMS gesendet werden. Diese sind in Großbritanien, in Deutschland, in der Schweiz und in den Niederlanden registriert. Um den Versand weiterer SMS zu stoppen, reicht es nach Ansicht von Symbian aus, das Spiel von dem Telefon zu löschen.
Experten warnen schon seit Längerem, dass die mit immer mehr Funktionen ausgestatteten Multimediahandys anfällig für schadhafte Programme werden könnten. Diese Befürchtung scheint sich nun zu bewahrheiten.