Phishing, eine der wohl dreistesten Arten des Internetbetrugs, ist weiter auf dem Vormarsch. Das belegt der Juli-Report bezüglich
Phishing-Attacken, der von der Firma Websence in Auftrag gegeben wurde. Demnach hat Phishing gegenüber dem Vormonat um satte 19 Prozent zugenommen.
Phishing boomt
1422 Phishing Attacken gab es weltweit im Monat Juli. Unter anderem wurden Websites von der US-Bank und AOL gefälscht, um Internet-Nutzern PIN-Codes, Kreditkarteninformationen oder Passwörter zu entlocken. Im Durchschnitt waren Phishing-Websites 2,25 Tage online - lange genug, um erfolgreich Daten plündern zu können. Rund 27 Prozent davon haben Betrüger aus den USA betrieben. Auch für Deutsche Internetnutzer besteht die Gefahr auf Phishing hereinzufallen: Allein die Citibank wurde im Juli 429 Mal durch Phishing Attacken getroffen.
Internet-Nutzer können bezüglich Phishing nicht vorsichtig genug sein. Nicht nur eingehende E-Mails, die zum Ausfüllen von Onlineformularen auffordern, sollte man genauer unter die Lupe nehmen. Phishing-Betrüger versuchten jüngst beim Mozilla-Browser Firefox die Menü- und Browserleiste zu fälschen, um den Surfer auf gefälschte Websites umzuleiten. Wer mehr Informationen zum Thema Phishing haben möchte, wird auf der Homepage der
"Anti-Phishing Working Group" fündig. Hier können aktuelle Phishing-Fälle und weitere Statistiken eingesehen werden.
Klaus Wiesen