Einmal im Jahr gibt’s genaue Daten
Heute jedoch wo die Wirtschaft allein mit Kurznachrichten in Form der SMS einen Umsatz von mehreren Milliarden Euro pro Jahr macht, ist es natürlich interessant zu wissen, was die Leute wollen, um sie an die Geräte zu kriegen. Und da Kinder und Jugendliche nicht nur die Verbraucher von morgen sind, sondern schon heute frei über jede Menge Geld verfügen, gibt es in jedem Jahr die Kids-Verbraucher-Analyse (KVA) des Ehapa-Verlags. In dieser Studie werden 6-13jährige zu ihrem Konsumverhalten, zu ihrem Besitz und ihren Wünschen befragt, damit sich die werbetreibenden Unternehmen ein Bild von den Bedürfnissen der Zielgruppen machen können.
Mehr Handys im Kinderzimmer
Die aktuelle Studie wurde nun vorgelegt und bestätigt den Trend der letzten Jahre: Über knapp 1.000 Euro können die Kinder im Schnitt pro Jahr frei verfügen. Mehr als mancher Erwachsene – zieht man die Kosten für Lebenshaltung, Kleidung, Versicherung usw. ab. Die Zahl der Handy-Nutzer unter den Kindern wächst stetig. Von den 10-13jährigen besitzt fast die Hälfte ein Mobiltelefon, die andere Hälfte wünscht sich eins. Die gewählte Vertragsform ist bei knapp 85% der Geräte eine Prepaidkarte. Im Schnitt elf Euro Taschengeld pro Monat investieren die jungen Kunden in die Kommunikation. Bei insgesamt 6,09 Millionen Kindern zwischen 6 und 13 Jahren ein lohnendes Geschäft. Grund genug für das Verbraucherschutzministerium, die Eltern über die kritischen Fragen des Mobiltelefons bei Kindern aufzuklären. Ein Merkblatt des Ministeriums gibt es
hier.
Ende in Sicht?
Doch so sehr die Mobiltelefonie auch wächst und die Kids mit großer Begeisterung chatten, mailen, simsen und so die Wirtschaft vorantreiben: Ob in den nächsten Jahrzehnten auch genug Konsumenten-Nachwuchs kommen wird ist fraglich. Einer ungarischen Studie zu Folge machen Handystrahlungen die Männer
unfruchtbar.
Jochen Voß