Wer ein Handy hat, der hat auch Sex. Zumindest solange er jung ist. Das ist das Ergebnis einer soziologischen Studie aus Norwegen. Der Studie zu Folge besteht bei Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren ein Zusammenhang zwischen der Nutzung eines Mobiltelefons und dem Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs. Hierzu haben die Wissenschaftler rund 10.000 Jugendliche nach ihrem Verhalten befragt. Das Ergebnis: Je mehr ein Jugendlicher mit dem Handy fummelt, um so wahrscheinlicher, dass er schon mal Sex hatte. Knapp ein Drittel der Mobiltelefonierer gab an, seine Unschuld bereits verloren zu haben. Dem stehen weniger als zehn Prozent bei den Kommunikations-Asketen gegenüber.
Mehr Bunnies checken in weniger Zeit
Den Grund sehen die Forscher darin, dass durch Flirts via Telefon und SMS schneller intime Situationen entstehen, als es bei einem Kontakt Auge-in-Auge der Fall ist. Zudem können Handynutzer effizienter kommunizieren, also bei mehr potentiellen Partnern in weniger Zeit „abchecken“ was geht. Die Soziologen sind der festen Überzeugung, dass sich der frühe Sex direkt auf das Handy zurückführen lasse. Die Deutung, dass Handybesitz und Geschlechtsverkehr keinen direkten Zusammenhang haben, sondern auf eine gemeinsame Ursache zurückgehen, lehnen die Skandinavier ab.
Viel Handy = viel Sex
Angeblich sei ihre Forschungsmethode von Stör-Faktoren wie unterschiedliches Elternhaus etc. bereinigt. Zudem besagt die Studie nicht nur, dass das Handy überhaupt zum Sex führt, sondern stellt – auch zur Überraschung der Forscher heraus: Je öfter Handy, desto öfter Sex. Vielleicht ist deshalb auch klar, warum es im Nachbarland
Schweden auch mehr Handys als Einwohner gibt.