Neuer Kämpfer am Markt: 1&1 bietet seinen neuen DSL-Kunden VoIP. Die DSL-Router werden zur Telefonanlage und verbinden IP-netzintern zum Nulltarif und ins deutsche Festnetz für einen Cent pro Minute.
Vorerst bleibt VoIP den etwa 800.000 Bestandskunden vorenthalten. Da 1&1 jetzt als
Reseller für den T-Com-DSL-Anschluss agiert, erhält IP-Telefonie bislang nur, wer komplett zu 1&1 in einen der neuen „DSL Plus“-Tarife wechselt, also im Zweifel sein T-Com-DSL kündigt.
Wer sich für einen "DSL-Plus"-Tarif entscheidet, erhält für einmalige 19,90 Euro zusätzlich den DSL-Router mit eingebauter VoIP-Hardware. Dort wird das normale IP-Telefon eingesteckt. Bei ausgehenden Gesprächen kann entschieden werden, ob über IP oder die herkömmliche Leitung telefoniert werden soll.
Telefonnummer gilt auch für VoIP-Anrufe
Großer Vorteil bei 1&1: Die bekannte Telefonnummer gilt auch für IP-Anrufe. 1&1-Kunden können ihre herkömmliche Nummer als IP-Rufnummer eintragen. Da der Telefonanschluss bestehen bleibt, sind auch Pre-Selection, Call-by-Call, und Notrufnummern problemlos wählbar.
Die IP-Telefontarife von 1&1: 100 Gesprächsminuten ins Festnetz sind monatlich inklusive. Jede weitere Minute kostet einen Cent. D-Netz-Handys werden für 19,9 Cent pro Minute erreicht, E-Plus- und O2-Telefone zu einem Minutenpreis von 24,9 Cent. Ins Ausland kann ab neun Cent pro Minute telefoniert werden. Die Abrechnung erfolgt minutengenau.
Steffen Moritz