Update 20.07.: Polizei und Anwalt im Anmarsch
Die "Vodaklau"-Kampagne scheint bei Vodafone alles andere als gut anzukommen. In Göttingen wurde am Wochenende von Mitarbeitern einer Vodafone-Filiale die Polizei gerufen, um zu verhindern, dass Attac-Mitglieder in der Nähe der Filiale Flugblätter verteilen. Während in Göttingen zwei Platzverweise ausgesprochen wurden, beschlagnahmte die Polizei in München Protest-Postkarten, Flugblätter und andere Informations-Materialien, die auf die angedachten Steuer-Abschreibungen des Düsseldorfer Mobilfunkriesen hinwiesen.
Rechtsanwalt moniert Verwechslungsgefahr
Nach Attac-Informationen soll sich inzwischen auch ein Rechtsanwalt bei dem Webmaster der Attac-Homepage gemeldet haben. Das äußere Erscheinungsbild und der Name der Kampagne berge die ernsthafte Gefahr einer Verwechslung mit Vodafone-Werbung. Attac solle sein kampagnenmaterial entsprechend ändern.
"Getroffene Hunde bellen", so Lars Niggemeyer von der Attac-AG Steuern. "Vodafone zeigt durch den Rückgriff auf die Hilfe von Polizei und Anwälten, dass ihnen der Imageverlust durch ihre Milliardenabschreibung anfängt weh zu tun." Schon jetzt kündigte Attac an, dass weitere Aktionen in Planung seien. Die Kampagne sei gut angelaufen, insgesamt 17.000 Protest-E-Mails an die Vodafone-Führungsetage weitergeleitet worden.
Hayo Lücke