Nachdem sich der Mobilfunker Vodafone von diversen Politikern Standpauken zu geplanten Steuerabschreibungen in Milliardenhöhe eingefangen hat, kam es am heutigen Morgen vor der Vodafone-Zentrale zu einer spektakulären Protestaktion des globalisierungskritischen Netzwerks Attac.
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Fassadenkletterer enthüllen Plakat
Mehrere Mitglieder, die zum Teil als Fassaden-Kletterer agierten, entrollten über dem Haupteingang der Zentrale des DSL- und Mobilfunk-Anbieters ein Transparent mit der Aufschrift: Stoppt Steuerklau. Stoppt vodafone. Her mit den 20.000.000.000 Euro. „Vodafone macht Milliardengewinne und zahlt seinen Managern Millionenprämien. Aber ums Steuerzahlen will sich der Konzern drücken“, sagte Attac-Sprecher Malte Kreutzfeldt und führte weiter aus: „Diesen Skandal wollen wir nicht hinnehmen.“
Überdimensionaler Geldkoffer vor Haupteingang
Um zu zeigen, wo das Geld sitzt, das in den öffentlichen Kassen fehlt, stellten die Protestierer einen überdimensionierten schwarzen Geldkoffer mit der Aufschrift "20 Milliarden Euro" vor den Vodafone-Eingang. So viel Steuern will das Unternehmen sparen, indem es Buchverluste aus der Mannesmann-Übernahme in Höhe von 50 Milliarden abschreibt. Dadurch hätte das hoch profitable Unternehmen auf dem Papier einen riesigen Verlust und müsste auf Jahre hinaus weniger Steuern zahlen. Ob dieses Vorgehen legal ist, prüfen die Behörden derzeit.
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