Dreiste Masche
Die Einwahl über die neuen Verbindungsdaten habe nur dazu gedient, die Telefonnummer der Opfer herauszufinden, berichtet die Zeitung weiter. Diese wurde gespeichert und anschließend durch dreiste Anrufe missbraucht. Betroffene Personen erhielten beispielsweise einen angeblichen Anruf von der Post, mit der Bitte, die Adresse durchzugeben. Grund: Ein Paket läge bereit, es sei aber mit einer falschen Adresse beschriftet. Wer seine Adresse gutgläubig herausrückte, fand kurze Zeit später eine Rechnung im Briefkasten. Berechnet wurde ohne weitere Angaben zum Beispiel eine "Gebührenpflichtige Serviceleistung".
Wer gegen die Rechnung Widerspruch einlegte erhielt Mahnungen auf Mahnungen und wurde mit Einschüchterungsversuchen konfrontiert. Dies belegen auch zahlreiche Leser-E-Mails, die in der Vergangenheit der Redaktion von onlinekosten.de zugesandt wurden. Aus Angst vor Konsequenzen haben viele der Opfer die Rechnungen bezahlt und somit den Betrügern einen warmen Geldsegen beschert.
1.500 Strafanzeigen
Abzuwarten bleibt nun, wie sich die Ermittlungen weiter gestalten werden. Insgesamt 1.500 Strafanzeigen gegen die Hanseatosche Abrechnungs-Systeme GmbH sollen bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eingegangen sein, zu denen die beiden Festgenommenen nun vernommen werden sollen.
Hayo Lücke