Dem Landeskriminalamt Hamburg ist einen großer Schlag gegen einen Dialer-Anbieter gelungen. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, wurden die Büroräume der Firma "Hanseatische Abrechnungs-Systeme" durchsucht und die beiden Geschäftsführer vorläufig festgenommen. Der Vorwurf: 170.000 Mal sollen die Chefs versucht haben, Internet-User zu betrügen und einen Gesamtschaden von mindestens 2,5 Millionen Euro ergaunert haben. Zum Abtransport der beschlagnahmten Akten musste ein LKW angefordert werden.
Engmaschiges Firmennetzwerk
Die Betrüger sollen nicht nur über die Hanseatosche Abrechnungs-Systeme GmbH aktiv gewesen sein. Das Firmennetzwerk erstreckt sich nach Morgenpost-Informationen auf weitere Unternehmen mit den Namen „Digital Web Media Limited“, Hamburger Forderungs-Management GmbH“, „Nesa-Inkasso“, „Euroline Deutschland“ und „New Biz Media“.
Der Vorwurf der ermittelnden Staatsanwaltschaft: Die Unternehmen sollen auf Internet-Webseiten hinter Werbebannern Dialer versteckt haben, die sich automatisch auf den Rechnern der Internetsurfer installierten. Diese bekamen von der Installation selber nichts mit und registrierten auch nicht, dass sich der Rechner über neue Verbindungsdaten in das weltweite Datennetz einwählte. Über einen solchen Fall hatte auch onlinekosten.de Mitte April
berichtet.