Kennen Sie das: Sie sitzen an ihrem Rechner, vertieft in ein Word-Dokument und plötzlich kommt es zum Stromausfall. Ärgerlich ist dies insbesondere dann, wenn Sie die automatische Speicherung im benutzten Textverarbeitungsprogramm nicht aktiviert hatten. Ein Problem stellen für das mobile Arbeiten häufig auch die kurzen Akkulaufzeiten der Notebooks dar. Bisher auch noch ein großer Nachteil: Pocket-Computer und Smartphones mit zu geringem Datenspeicher. Diese Probleme könnten jedoch schon bald der Vergangenheit angehören.
Wie wir bereits in der Vergangenheit
berichteten, wird derzeit intensiv an neuen Speichertechnologien geforscht, mit deren Hilfe die genannten Probleme aus der Welt geschafft werden sollen. Eine dieser Technologien ist die MRAM-Technologie. Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon hat gemeinsam mit IBM nun den bisher leistungsfähigsten Prototypen dieses Speicherchips vorgestellt – einen 16-Mbit-Magnetoresistive-RAM-Chip.
Neu: magnetische Ladung
MRAM-Chips speichern die Informationen mit einer magnetischen Ladung und nicht mehr, wie herkömmliche Speicherchips in elektrischen Ladungen. Während die Arbeitsspeicher von Computern bislang ständig unter Strom gehalten werden müssen, bleiben die Informationen auf MRAM-Speichern auch nach dem Ausschalten erhalten, vergleichbar mit der Festplatte eines Rechners.