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Anfang Mai wurde der 18-jährige Schüler Sven J. aus Niedersachen festgenommen. Grund: Er entwickelte und verbreitete die Internet-Würmer Sasser und Netsky. Die Würmer hatten zwischen April und Mai 2004 weltweit Millionen Computer befallen.
Große Klagewelle
Gegenüber dem Stern brachte der Schüler seine Angst vor Schadensersatzklagen zum Ausdruck: "Ich habe Angst, dass mein Leben im Eimer ist. Wie soll ich denn alles zahlen, wenn viele Klagen kommen?" Nach Angaben des Hamburger Magazins haben sich bisher 50 Geschädigte beim leitenden Oberstaatsanwalt gemeldet – einige mit beigefügter Rechnung. Weitere Anzeigen von Privatpersonen und Unternehmen aus der ganzen Welt sind nicht auszuschließen.
Sasser befiel unter anderem eine amerikanische Fluggesellschaft, die europäische Kommission, die Deutsche Bank, die Deutsche Post und die Deutsche Bahn AG.
Schüler entschuldigt sich
Sven J. entschuldigt sich am Ende des Stern-Interviews noch einmal bei allen Betroffenen. Sein größter Wunsch wäre nun eine Lehrstelle bei einer Sicherheitsfirma zu bekommen, so der Junge.
Fraglich allerdings, ob es für die Betroffenen mit einer Entschuldigung getan ist. Denn sie haben nicht unerheblichen finanziellen Schaden zu tragen. Jetzt hat der Täter Angst vor Schadenseratzforderungen. Völlig zu Recht: Teenager oder nicht - dass Würmer einen realen Schaden anrichten, hätte auch Sven J. wissen können. Die Unschuld vom Lande will man ihm jedenfalls nicht abnehmen.