Drahtloses Internetsurfen - ein Spaß, der praktisch ist und immer mehr Freunde findet. Doch die Freude verbirgt auch Gefahren: Bereits seit längerem bekannt ist, dass die drahtlosen WLAN-Netze von Privatnutzern häufig
offen wie ein Scheunentor sind. Doch offensichtlich sind auch die WLAN-Hotspots der großen Mobilfunkanbieter Vodafone, T-Mobile, A1 (Österreich), SFR (Frankreich) sowie Cingular (USA) anfällig für den Missbrauch durch externe Angreifer. Dies geht zumindest aus einem aktuellen Bericht des europäischen IT-Security-Dienstleisters Integralis hervor.
Bluetooth-Leck
Wer über diese Hotspots an öffentlichen Plätzen ins Internet möchte, kann sich über sein Mobiltelefon bei den Anbietern per SMS anmelden und registrieren lassen. Den Angaben von Integralis zufolge haben Angreifer hierbei die Möglichkeit, fremde Handys anzuzapfen und auf Kosten der Besitzer das Internet zu nutzen. Dabei nutzen die Hacker eine Schwachstelle in vielen Handys neueren Typs aus, die mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet sind. Bereits vor einigen Wochen hatte Integralis vor entsprechenden
Sicherheitslücken in Handytypen von Nokia und SonyEricsson gewarnt.
Die Hotspot-Piraterie erfolgt dadurch, dass Hacker mit ihrem Laptop oder PDA an öffentlichen Plätzen nach anfälligen Handys mit aktivierter Bluetooth-Schnittstelle suchen. Angriffe via Bluetooth können in einem Umkreis zwischen 10 und 100 Metern erfolgen. Sobald die Angreifer ein entsprechendes Handy identifiziert haben, können sie erkunden, zu welchem Mobilfunkanbieter das jeweilige Handy gehört.