Während weltweit die in irakischen Gefängnissen von US-Soldaten aufgenommenen Foltervideos und Folterfotos inhaftierter irakischer Kriegsgefangener für Aufsehen sorgen, hat US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine erste Konsequenz gezogen.
Presseberichten zufolge sei es den im Irak stationierten US-Soldaten ab sofort verboten, bei militärischen Einsätzen Kamera-Handys zu nutzen. Das Pentagon vermute, dass zumindest ein Teil der aufgetauchten Folterbilder mit Multimediahandys mit integrierter Kamera aufgenommen worden seien. Ausschnitte der Folter-Videos, deren Qualität als eher minderwertig zu bezeichnen ist, wurden in zahlreichen TV-Anstalten weltweit ausgestrahlt und dürften mit Kamera-Handys aufgenommen worden sein.
Ausweitung geplant
Doch nicht nur Kamera-Handys seien verboten. Auch die Nutzung von Digitalkameras und Camcordern sei ab sofort untersagt. Was zur Zeit nur für den Irak gelte, solle in Kürze für den gesamtem amerikanischen Militärapparat gelten, heißt es weiter.
Hayo Lücke