Nicht nur Privatnutzer sind von einer immer weiter steigenden Flut an Spam-Nachrichten betroffen. Bei der Bundesregierung ist aktuell trotz Hochsicherheitsnetz eine Kommunikation per E-Mail nur mit starken Einschränkungen möglich. Unter Berufung auf eine Fax-Nachricht des Informationsverbundes Berlin Bonn (IVBB) berichtet das Handelsblatt, dass mehr als eine halbe Million Spam-Nachrichten den Mailserver des IVBB nahezu komplett lahm gelegt haben. Betroffen von der Spam-Attacke seien alle Ministerien sowie das Bundeskanzleramt.
Briefpost schneller
Die Mitarbeiter der Regierung empfangen ihre ielektronischen Nachrichten bereits seit dem vergangenen Wochenende mit mehrtägiger Verspätung und auch der Versand von E-Mails dauere zum Teil länger als ein normaler per Post aufgegebener Brief, so die Zeitung weiter.
Hauptsächlich non-delivery-reports
Vom Bundesinnenministerium sei die drastische Darstellung aus dem Schreiben zurückgewiesen worden. Es käme aktuell lediglich zu einer höheren Belastung des Servers durch Spam-Mails. Unklar sei aktuell noch, ob es sich um einen gezielten Angriff oder um einen technischen Defekt handele. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass es sich bei den Spam-Nachrichten um so genannte non-delivery-reports handele. Also Meldungen über E-Mails, die aus irgendeinem Grund den Empfänger nicht erreichen konnten. "Leider dürfen wir diese Mails aus rechtlichen Gründen nicht löschen", schreibe die IVBB unter Verweis auf den Datenschutz.