Wer kennt das Problem nicht: Das Display des ISDN- oder Mobiltelefons signalisiert einen Anruf in Abwesenheit, die Rufnummer ist aber nicht im Adressbuch abgespeichert und kann demnach auch keiner Person zugeordnet werden. Mit diesem Problem soll nun Schluss sein. Die Telix AG will mit einem neuen Auskunfts-Service sie so genannte Inverssuche anbieten.
Entscheidung der Bundesregierung steht noch aus
Bisher konnte man bei Auskunftsdiensten nur Telefonnummern erfragen. In zwei, bis drei Wochen soll man über die 11810 aber auch eine Rufnummer nennen können und im Gegenzug den Namen und die Adresse des Teilnehmers erhalten. Ab wann genau dieser Service angeboten werden kann, entscheidet sich in Berlin. "Sobald die Bundesregierung grünes Licht für die Inverssuche gibt, geht es los", sagte Kristian Pazdersky, Vorstand der Telix AG. In vielen europäischen Ländern sei die Inverssuche bereits seit Jahren erlaubt und erfreue sich wachsender Beliebtheit. Kritisch sind die unbekannten Rufnummern auf dem Handydisplay zum Teil auch wegen den immer wieder kursierenden
Lockanrufen.
Kosten: Ab 49 Cent
Telix will in Deutschland der erste Anbieter sein, der den neuen Auskunfts-Service anbieten wird. Sowohl per SMS als auch per Anruf sollen Kunden den Namen zu unbekannten Rufnummern erfragen können. Für eine Anfrage per SMS werden 69 Cent in Rechnung gestellt, für einen Anruf sollen es 49 Cent sein.
Hayo Lücke