Im Rahmen der weltweit größten Spielemesse Electronic Entertainment Expo (E3), die vergangene Woche in Los Angeles stattfand, stellten Chiphersteller Nvidia und Spiele-Enwickler Epic Games die weiterentwickelte Unreal Engine vor. Mit der Unreal Engine 3 sollen dreidimensionale Computerspiele noch realistischer werden.
Die Neuerungen
Die neue Engine wird hauptsächlich die Vorteile der GeForce 6 Serie nutzen. Gänzlich ausgeschöpft wird auch Shader Model 3.0, eine Schlüsselfunktion von DirectX 9.0. Shader Model 3.0 wird momentan ausschließlich von der GeForce 6 Serie unterstützt, womit die Rolle Nvidias schnell klar wird. Epic will so einen Fortschritt im Umgang von Licht- und Schatten, neuartigen Shader-Effekten und Editing-Tools erreichen.
Neue Maßstäbe?
Die Unreal Engine hat viele Spiele zum Erfolg geführt. Bereits mehr als 70 Spiele profitierten von der 500.000 Dollar teuren Technologie. Darunter zählen neben Unreal Tournament auch Spiele wie Splinter Cell, America's Army oder Deus Ex 2.
Ebenso erfolgreich soll auch die Unreal Engine 3 werden. Für Mike Capps von Epic Games stellt die neue Engine eine "perfekte Lösung um den Herausforderungen der PC- und Konsolen-Spiele der nächsten Generation nachzukommen". Bill Rehbock von Nvidia geht noch weiter: Er glaubt, dass kein Entwickler um die Unreal Engine herumkommen wird. Nur so könne eine "einzigartige Bilddarstellung, Physik sowie Spielbarkeit erreicht werden".
Erste Eindrücke
Am Messestand von Nvidia wurde alle 15 Minuten eine Präsentation mit
Videosequenzen gezeigt. Auch Nicht-Messebesucher können sich ab sofort einen ersten Eindruck der neuen Technologie verschaffen. Auf der offiziellen Website von
Unreal Technology gibt es eine große Auswahl aktueller Screenshots, Entwürfe und 3D-Modelle. Die ersten Spiele mit der Unreal Engine 3 sind für 2006 zu erwarten.
Sebastian Weber