Preisfrage: Wo wurden im vergangenen Jahr mehr .de-Domains registriert: Im Westen oder im Osten Deutschlands? Nun, bereits in den vergangenen Jahren lagen die neuen Bundesländer hinter den westlichen Bundesländern deutlich zurück und dies hat sich auch im vergangenen Jahr nicht geändert. Selbst Sachsen und Brandenburg erreichen nur knapp 60 Prozent des Bundesdurchschnitts. Dies geht aus den Jahreszahlen der Domainzahlen hervor, die von der Registrierungsstelle für .de-Doamains, DENIC, vorgelegt wurden.
17 Prozent mehr Domains als Ende 2002
Insgesamt konnte die Anzahl der registrierten .de-Domains auf 6,74 Millionen Adressen gesteigert werden. Prozentual ausgedrückt entspricht dies im Jahresverlauf einer Steigerung von knapp 17 Prozent. Statistisch betrachtet verfügen damit 82 von 1.000 Bundesbürgern über eine Domain mit der Endung .de. Etwa ein Fünftel der Domains sei für Firmen registriert, ein kleiner Prozentsatz für Vereine, Verbände, Organisationen und staatliche Einrichtungen. Die Mehrzahl jedoch, in etwa 80 Prozent, sei in Besitz von Privatpersonen.
Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter
Vergleicht man die einzelnen Bundesländer untereinander, sind die meisten .de-Domains in Nordrhein-Westfalen (1.604.724), Bayern (1.151.285) und Baden-Württemberg (891.425) registriert. Hier führen logischerweise die Bundesländer, die über eine entsprechend große Einwohnerzahl verfügen. Den größten Zuwachs an Webadressen konnte im Vergleich zum Vorjahr Brandenburg verzeichnen (+21 Prozent), gefolgt vom Saarland und Sachsen-Anhalt (je +19 Prozent).
Am wenigsten .de-Adressen sind in Bremen (54.647), Saarland (69.730) und überraschender Weise auch in Mecklenburg-Vorpommern (69.979) zu finden. Die geringsten Zuwachsraten wurden in Rheinland-Pfalz (+13 Prozent), Bremen (+14 Prozent) und Bayern (+16 Prozent) verzeichnet.