Die Lufthansa will gemeinsam mit Ärzten der Berliner Charité die medizinische Versorgung von Notfallpatienten an Bord verbessern und damit zugleich Geld für unnötige Ausweichlandungen sparen. Ab kommender Woche testet die Fluglinie laut "Tagesspiegel" weltweit erstmals einen Medizincomputer, der etwa bei einem Patienten mit Herzanfall ein EKG erstellt und Blutwerte misst.
Datenübertragung per Internet
Die Daten werden dann per Internet an einen Arzt am Boden übertragen, der den Patienten zusätzlich mit einer Internetkamera in Augenschein nehmen kann. Der Arzt soll dann per Ferndiagnose Behandlungsempfehlungen geben oder eine Ausweichlandung anordnen können, um einen erkrankten Passagier schnell in eine Klinik zu bringen.
Produkt für den Weltmarkt?
Bewährt sich der Notfall-Apparat, soll er in einem Jahr in Serie gehen, sagt Manfred Dietel, Telemedizin-Beauftragter der Charité. Dabei hofft die Universitätsklinik dem Bericht zufolge auf einen weltweiten Absatzmarkt für diese Innovation.