Mit einer tragbaren Version seiner Videospielkonsole Playstation will der japanische Sony-Konzern seine Spitzenstellung auf dem milliardenschweren Markt ausbauen. Wie das Unternehmen in Tokio ankündigte, rechnet es schon in den ersten drei Monaten des Verkaufs von Ende 2004/Anfang 2005 an mit dem Absatz von drei Millionen Geräten.
Sony will mehr Marktanteile
Mit der PlayStation Portable (PSP) greift Sony den Erzkonkurrenten Nintendo nun auch im Geschäft mit Mobilkonsolen an. Nintendo hat dort mit seinem "GameBoy" einen Marktanteil von 95 Prozent. Die PSP soll Ende des Jahres zunächst in Japan auf den Markt kommen, Anfang 2005 dann auch in den USA und Europa. Einen Preis nannte das Unternehmen noch nicht. Ende des Jahres will auch Nintendo die neue Mobilkonsole DS in den Verkauf bringen.
Die Eckdaten der PSP
Die 260 Gramm schwere PSP verfügt über einen Farbbildschirm und erlaubt ihren Nutzern auch Spiele mit Freunden und Bekannten über das Internet. Für den Klang der 70 x 74 x 23 Millimeter großen Spielkiste sorgen zwei Stereolautsprecher und ein eingebauter Kopfhöreranschluss.
Die nötige Leistung holt Sony aus dem lediglich 32 Megabyte großen Hauptspeicher und dem vier Megabyte großen Arbeitsspeicher. Mit der USB 2.0 Schnittstelle können auch Daten vom Computer oder Laptop übertragen werden. Diese werden auf einer bis zu 1,8 Gigabytes großen UMD-Disc gespeichert, auf der auch Filme oder Musikvideos aufbewahrt und abgespielt werden können.

Die Videospielsparte Sony Computer Entertainment erwirtschaftete 2003 rund elf Prozent der Umsätze des gesamten Konzerns. Sony hatte die PS2 im März 2000 auf den Markt gebracht und seitdem 70 Millionen Geräte verkauft. Zuletzt gingen die Verkaufszahlen wegen des nun schon fortgeschrittenen Alters der Konsole und neuer Konkurrenz zurück.
Sebastian Weber
/ afp