Wenn Geld ins Spiel kommt, fließen die Informationen. Dieser Grundsatz hat am Ende wohl auch gegriffen, um dem Programmierer des Wurmes Sasser auf die Schliche zu kommen. Seit November letzten Jahres bietet Microsoft bis zu 250.000 US-Dollar als Prämie für Hinweise, die zur Ergreifung von Viren- und Wurmentwicklern führen. Insgesamt stehen fünf Millionen Dollar zur Verfügung. Nach Informationen aus Microsoft-Kreisen haben sich die Informanten im Sasser-Fall vor allem der Belohung wegen an Microsoft gewandt, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD).
Antivirus Reward Programm zeigt Erfolg
Ausgeteilt werden soll die erste Prämie aus dem so ganannten "Antivirus Reward Programm" aber erst dann, wenn der Sasser-Urheber verurteilt wird. Microsoft nimmt mit Aussetzen der Belohungen eine Art Vermittlerrolle ein. Die Hauptarbeit wird weiter den zuständigen Behörden überlassen. "Wir arbeiten eng mit dem FBI, den Geheimdiensten und den nationalen Sicherheitsbehörden zusammen", sagte ein Microsoft-Sprecher. Im Falle des Sasser-Wurmes ermittelte Microsoft sogar den Täter. Der Täter wurde binnen weniger Stunden nachdem die Staatsanwaltschaft kontaktiert worden war gefasst.
Eigene Sensibilität schärfen
Gleichzeitig ermahnte ein Microsoft-Sprecher die Internetsurfer dazu, die von Microsoft zur Verfügung gestellten Patches auch zu nutzen und auf den Computersystemen zu installieren. Microsoft habe die Prioritäten, um beispielsweise Windows XP sicherer zu machen, neu gesetzt, könne aber gegen Schädlinge wie Sasser nichts ausrichten, wenn die User ihr System nicht mit den Microsoft-Updates versehen.
Hayo Lücke