Spiele für mobile Endgeräte können den schleppenden Umsatz der Mobilfunkbranche mit Datenservices signifikant erhöhen. Zugleich bietet das Mobile Gaming den Spielentwicklern die Chance, zurückgehende Einnahmen mit PC-Spielen auszugleichen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Markteinschätzung der Management- und Technologieberatung Detecon International. Teilergebnis der Einschätzung ist auch, dass Multiplayer-Games nur geringes Interesse bei den Handy-Gamern finden.
3D-Displays kommen
Neben den spezialisierten Entwicklern von Spielen für mobile Endgeräte haben sich schon die meisten der großen Spielentwickler für PC & Konsolen mit eigenen Abteilungen oder Tochterunternehmen auf den Markt für Mobile Gaming vorbereitet. Ein notwendiger Schritt: Verzeichnet doch die Spielindustrie in Deutschland seit 2000 mehr als zwölf Prozent Umsatzrückgang. Doch noch gibt es einige Hürden, die die Akzeptanz und den Erfolg der mobilen Spielwelt schmälern. Dazu gehören technische Barrieren wie die geringe Bildschirmgröße, die mangelhafte Qualität der Grafik oder die schwache Rechenleistung der Endgeräte. Für deren Displays erwartet Detecon in den nächsten 18 Monaten 3D-Technologie, was die Qualität der Darstellung steigern wird.
Zu den nicht-technischen Problemen zählt unter anderem die ungleiche Aufteilung der Umsätze zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern der Wertschöpfungskette. So fließt neben den Verbindungskosten ein Teil der Zahlungen für die Spieledownloads an die Netzbetreiber. Die Hersteller von mobilen Spielen gehen nun dazu über, eigene Portale zu betreiben, da sie damit ihre Spiele zusätzlich schneller in den Markt bringen können.