Ein USB-Speicherstick oder eine digitale Kamera sind an sich heutzutage nichts Besonderes mehr. Interessanter wird es da schon, wenn beide Geräte in einem Produkt vereint werden. Der taiwanesische Hersteller Transcend hat jetzt einen solchen Zwitter im Angebot. Ob mit dem JetFlash DSC allerdings auch ein "fotoristisches" Highlight in den Handel kommt darf bezweifelt werden.
Sinnvolle Symbiose?
Denn allzu hohe Erwartungen sollte man an das Produkt nicht stellen. Der JetFlash DSC kombiniert einen langsamen USB1.1-Flash-Drive und eine mit 1.3 Megapixeln auflösende Digitalkamera. Diese recht mageren Werte lassen schon vermuten, dass der JetFlash keine allzu großen Sprünge machen kann. Der USB Stick hat eine Kapazität von wahlweise 128 oder 256 Megabyte. Die Kamera bannt Bilder mit einer Auflösung von gerade einmal 640x480 Pixeln auf den Speicherchip. Geknipste Bilder werden sofort auf dem USB-Drive abgespeichert. Den für das Fotografieren nötigen Strom liefert eine aufladbare Lithium-Batterie.

Fotofreunde werden die feste Brennweite und den fehlenden Blitz beklagen. Wer jedoch mit einfachen Schnappschüssen zufrieden ist und zusätzlich einen ausreichend großen Speicherstick benötigt, der ist mit dem JetFlash DSC grundsätzlich nicht falsch beraten. Der gerade mal 26 Gramm schwere Stick ist in Deutschland ab Mitte Mai zu einem Preis von 99 Euro erhältlich. Das Gerät läuft auf den meisten Systemen ohne zusätzliche Software, nur für Windows 98 werden die mitgelieferten Treiber benötigt.
Als mobiles Speichergerät mit einer geringen Ansprüchen genügenden Kamera ist der JetFlash nicht völlig verkehrt. Anspruchsvollere Anwender sollten beide Geräte aber weiterhin trennen, um auch beim Fotografieren ein optimales Ergebnis erzeugen zu können.
Sebastian Weber