Mit Sicherheit kennen Sie das Problem: Sie kommen aus der Schule oder von der Arbeit nach Hause, starten Ihren Computer und Ihr Mailprogramm und schon rasselt es im Karton. Zahlreiche E-Mails werden auf Ihren Computer geladen. Doch die Freude über die neuen Nachrichten im Posteingang währt nicht lang. Bobby möchte Ihnen seine Viagra-Sonderangebote unterjubeln, Edward preist seinen Pornoseiten-Zugang zu Spitzenpreisen im Dreimonats-Abonnement an und von nie zuvor gehörten Software-Firmen gibt es ebenfalls Knüllerpreise im Überfluss. Diese und andere Spam-Nachrichten strapazieren immer stärker die Nerven der Internet-User.
Hotmail stark betroffen
Auch bei Hotmail, einem der weltweit bekanntesten Freemail-Anbieter, kämpft man mit dem Spam-Problem. Wie der ORF berichtet, wurden im März insgesamt 44 Milliarden E-Mails an Hotmail-Kunden gesendet, von denen allein 33 Milliarden Nachrichten der Kategorie Spam zuzuordnen seien. In Prozentzahlen ausgedrückt sind 76 Prozent aller Hotmail-E-Mails Spam. Ein in negativer Hinsicht beeindruckender Wert. Marketing-Manager Yukie Maruiwa gab nach Angaben des ORF an, dass legitime Sender und Empfänger mittelfristig miteinander kooperieren müssten, um die Anzahl der Spam-Nachrichten zu reduzieren. Zwar sei es möglich, E-Mails nach vorgegebenen kriterien zu filtern, doch Microsoft sehe die Effektivität der Spämbekämpfung schwinden, heißt es weiter.
web.de: Aktuell 16,8 Millionen Spam-Mails täglich
Auf Anfrage von onlinekosten.de erklärten auch die deutschen Freemailer web.de und GMX, dass es zu einer neuen Spam-Welle gekommen sei. Eva Vennemann, Pressesprecherin von web.de, erklärte uns, dass der Spam-Anteil am täglichen Mailverkehr des Karlsruher Anbieters rund 50 Prozent ausmache. In Zahlen ausgedrückt entspräche dies circa zwölf Millionen E-Mails. In der letzten Woche sei dieser Wert allerdings nochmals um 40 Prozent auf aktuell 16,8 Millionen Spam-Nachrichten täglich angestiegen.