Schweres Geschütz gegen ATI: Mit deutlich höherer 3D-Leistung, besserer Bildqualität und integrierter Video-/TV-Beschleunigung will Nvidia den Thron der Grafik-Elite zurückerobern. Sechs Vertex-Shader und 16 Pixel-Pipelines in der Ultra-Version versprechen neben Schnelligkeit auch deutlich komplexere 3D-Effekte, was durch die Shader-3.0-Technologie nochmals untermauert wird.
Auch bei der Anzahl der Transistoren übertrifft sie den GeForceFX 5950 bei Weitem - 222 Millionen sind es statt der bisherigen 130 Millionen. Mit dem angegebenen Chiptakt von 400 MHz ist der GeForce 6800 zwar etwas langsamer getaktet als sein Vorläufer, dafür weist er einen höheren Speichertakt von 550 MHz auf.
Durch die Verwendung von (G)DDR3-Speicher bleibt diesbezüglich noch etwas Luft nach oben. Die Anbindung von Grafikprozessor und -speicher erfolgt wie gehabt mit 256 Bit; der maximale Speicherausbau endet laut Nvidia erst bei beachtlichen 512 MByte. Als Schnittstellen sind 8fach-AGP und PCI Express x16 vorgesehen.
Nvidia entdeckt die Bildqualität

Sechzehnfache anisotrope Filterung und eine neue Antialiasing-Technik mit gedrehtem Raster sollen frühere Defizite bei der Darstellungsqualität wieder wettmachen und für feinere Texturen und glattere Kanten sorgen. Neu ist auch Nvidias HPDR-Technologie (High-Precision Dynamic-Range), die fotorealistische Lichteffekte wie irisierende Oberflächen, Bewegungsunschärfe und weiche Schatten mit hoher Detailtiefe auf den Schirm zaubern soll. Grundlage dafür bildet der OpenEXR-Standard der Hollywood-Effektschmiede Industrial Light & Magic, die von George Lucas ins Leben gerufen wurde.